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<title>Sprachwandel</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Sprachwandel</span></h1>
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</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p><b>Sprachwandel</b> bezeichnet die Veränderung oder Entwicklung einer Sprache und wird in der <a href="Historische_Linguistik" title="Historische Linguistik">historischen Linguistik</a> und der <a href="Soziolinguistik" title="Soziolinguistik">Soziolinguistik</a> erforscht. Als wesentliche Triebkräfte des Sprachwandels werden Zweckmäßigkeit, Evolution, aber auch <a href="Analogie_(Sprachwissenschaft)" title="Analogie (Sprachwissenschaft)">Analogie</a>, <a href="Entlehnung" title="Entlehnung">Entlehnung</a> und <a href="Lautgesetz" title="Lautgesetz">Lautgesetz</a> angesehen.
</p><p>Aus der Sicht des <a href="Strukturalismus" title="Strukturalismus">Strukturalismus</a> ist unter Sprachwandel die Geschichte (<a href="Diachronie" title="Diachronie">Diachronie</a>) eines Elements einer <a href="Synchronie" title="Synchronie">synchronen</a> Sprachstufe zu verstehen oder aber das Verhältnis zweier synchroner Sprachstufen zueinander.
</p><p>Aus der Sicht der <a href="Quantitative_Linguistik" title="Quantitative Linguistik">quantitativen Linguistik</a> sind vor allem zwei Aspekte des Sprachwandels bedeutsam: der Verlauf des Sprachwandelprozesses in der Zeit (<a href="Sprachwandelgesetz" title="Sprachwandelgesetz">Sprachwandelgesetz</a>, <a href="Piotrowski-Gesetz" title="Piotrowski-Gesetz">Piotrowski-Gesetz</a>) und die Wirkung der vielen Einflussfaktoren, die Sprachwandel auslösen und kontrollieren (<a href="Linguistische_Synergetik" title="Linguistische Synergetik">linguistische Synergetik</a>/Köhlers Regelkreis).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Faktoren_für_den_Sprachwandel"><span id="Faktoren_f.C3.BCr_den_Sprachwandel"></span>Faktoren für den Sprachwandel</h2></div>
<p><a href="Peter_von_Polenz" title="Peter von Polenz">Peter von Polenz</a><sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> benennt als Faktoren für Sprachwandel:
</p>
<ol><li><a href="Sprach%C3%B6konomie" title="Sprachökonomie">Sprachökonomie</a>: Veränderungen, die entstehen, weil Sprecher oder Schreiber aus Gründen der Zeitersparnis und Bequemlichkeit eine reduzierte Sprache verwenden. (In der neuesten Literatur wird „Ökonomie“ im Zusammenhang allerdings verstanden als (Ergebnis einer) Kosten-Nutzen-Analyse, also: wie muss ich mich ausdrücken, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen? Vgl. dazu das unten genannte Werk von <a href="Rudi_Keller" title="Rudi Keller">Rudi Keller</a>.)</li>
<li><a href="Innovation" title="Innovation">Innovation</a>: Veränderungen, die entstehen, weil das gewohnte Inventar der Sprache für kreative und nonkonformistische Tätigkeiten nicht hinreichend geeignet ist und entwicklungsbedürftig zu sein scheint.</li>
<li>Variation: Die Sprachbenutzer sind flexibel in Bezug auf die Wahl sprachlicher Mittel, je nach kommunikativen Bedingungen und Zwecken.</li>
<li><a href="Soziokulturelle_Evolution" title="Soziokulturelle Evolution">Soziokulturelle Evolution</a>: Sprachgebrauch<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und die Beeinflussung des Sprachgebrauchs durch gesellschaftliche Kräfte bewirken Sprachwandel.</li></ol>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Sonderfall_Fachsprache">Sonderfall Fachsprache</h3></div>
<p>In Fachsprachen werden Fachwörter im Laufe der Zeit neu normiert. So heißt es im Handwerk heute beispielsweise <i>Schraubendreher</i> statt <i>Schraubenzieher</i>. Fachsprachen können sowohl sehr konservativ sein (Fachbegriffe aus Seefahrt oder Handwerk gehen teilweise noch auf <a href="Mittelniederdeutsch" class="mw-redirect" title="Mittelniederdeutsch">Mittelniederdeutsch</a> oder <a href="Mittelhochdeutsch" class="mw-redirect" title="Mittelhochdeutsch">Mittelhochdeutsch</a> zurück), als auch zur Innovation geradezu gezwungen, wenn Begriffe für Gegenstände, Verfahren und Phänomene gefunden werden müssen, die erst seit kurzer Zeit überhaupt bekannt sind. Hier gilt in besonderem Maß der Grundsatz, dass Sprache immer auch Realität abbildet und bei Veränderungen der Realität auch eine Veränderung der Sprache nötig ist.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Modelle_des_Sprachwandels">Modelle des Sprachwandels</h2></div>
<p>Es bestehen unterschiedliche Auffassungen über Sprachwandel:
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Sprachorganismus">Sprachorganismus</h3></div>
<p>Der aus der <a href="Junggrammatiker" title="Junggrammatiker">junggrammatischen Schule</a> stammende Linguist <a href="Hermann_Paul_(Germanist)" title="Hermann Paul (Germanist)">Hermann Paul</a> entwickelte in den Prinzipien der Sprachgeschichte eine Theorie des Sprachwandels, deren Ausgangspunkt eine Kritik an der historisch-deskriptiven Grammatik darstellt, das Phänomen des Sprachwandels lediglich aus theoretischen Abstraktionen beobachteter Tatsachen abzuleiten. Exemplarisch nennt Paul hierfür das Verfahren etymologischer Beschreibungen, die dem Leser suggerierten, ein Wort habe sich aus einem in der Vergangenheit geäußerten Wort entwickelt:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote lang="de" style="margin:0;">
<p>„Es ist eine irreführende Ausdrucksweise, wenn man sagt, dass ein Wort aus einem in einer früheren Zeit gesprochenen Worte entstanden sei. Als physiologisch-physikalisches Produkt geht das Wort spurlos unter, nachdem die dabei in Bewegung gesetzten Körper wieder zur Ruhe gekommen sind. Und ebenso vergeht der physische Eindruck auf den Hörenden.“
</p>
</blockquote>
</div><div class="cite" style="margin:-1em 0 1em 1em;">– <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261921330">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
.mw-parser-output .Person{font-variant:small-caps}
/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><span class="Person h-card">Hermann Paul</span><sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></div></div>
<p>Die tatsächlichen Träger historischer Entwicklung seien dagegen vielmehr in unbewussten, zweckgerichteten und spontan eintretenden kognitiven Prozessen zu verorten. Unter dem Terminus des sprachlichen bzw. psychischen Organismus fasst Paul derartige kognitive Verhältnisse als eine sich ständig verändernde Entität zusammen, die durch unbewusst stattfindende Assoziationsverhältnisse verschiedener Vorstellungsgruppen charakterisiert ist. Unter Vorstellungen versteht Paul in Rückgriff auf die seinerzeit verfügbaren Erkenntnisse der <a href="Psychologie" title="Psychologie">Psychologie</a> die komplexe Strukturierung und Koordination des Wissens, was beispielsweise die Aneinanderreihung und Gruppierung von Klängen, syntaktischen Mustern oder motorischen Bewegungsmustern des Sprechens unter Einschluss der „begleitenden Gefühle und Strebungen“<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> beinhaltet.
Die Problematik der Analyse des sprachlichen Organismus besteht nach Paul in der fehlenden direkten Beobachtbarkeit und dem schon in der Philosophie bekannten Problem des <a href="Fremdpsychisches" title="Fremdpsychisches">Fremdpsychischen</a>, d. h., dass mentale Vorgänge nur durch suggestive <a href="Selbstbeobachtung" title="Selbstbeobachtung">Introspektion</a> an der eigenen Person beobachtet werden können, während die Annahme, andere Individuen teilten ähnliche psychische Erfahrungen, lediglich auf <a href="Analogieschluss" class="mw-redirect" title="Analogieschluss">Analogieschlüssen</a> beruht.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
Die Wechselwirkung eines individuellen Sprachorganismus (<a href="Idiolekt" title="Idiolekt">idiolektale</a> Einflüsse) mit dem allgemeinen Sprachusus endet mit dem Tod des Sprechers, sodass ältere Sprachnormen zwar beibehalten werden, aber selbst schon durch „spontane Triebe“<sup id="cite_ref-Sprachgeschichte_1880_6-0" class="reference"><a href="#cite_note-Sprachgeschichte_1880-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> eine zukünftige Veränderung voraussetzen, sofern diese sich als zweckmäßig erweisen und sich in systematischer Form durchsetzen. Die „grössere oder geringere Zweckmäßigkeit der entstandenen Gebilde“ sei „bestimmend für Erhaltung oder Untergang derselben“<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und orientiere sich demgemäß an den von <a href="Charles_Darwin" title="Charles Darwin">Darwin</a> beschriebenen Gesetzen der organischen Natur. Das dem Prozess der Modifizierung und Nivellierung von Sprache entgegengestellte Phänomen der Stase sei keine negativer Vorgang, sondern als „Nichteintreten von [modifizierenden] Vorgängen“<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> zu werten, sodass nicht notwendigerweise jede sprachliche Neuerung unmittelbar eine bereits bestehende verdrängt.
Vor diesem Hintergrund verlagert Paul das Problem des Sprachwandels nicht auf eine vermeintliche Entwicklung eines kausal voneinander unabhängig physikalisch Geäußerten, sondern auf die durch unbewusste und zweckgerichtete mentale Vorgänge hervorgerufene individuelle Sprechtätigkeit, deren Produkt das physikalisch Geäußerte bestimmt und als physikalische Tatsache mittels kausaler Einwirkung auf andere Sprachorganismen individueller Sprecher systematisch einwirken kann, während zwischen den Äußerungen selbst kein kausaler Zusammenhang besteht. Aus heutiger Sicht lassen sich einige Analogien zur <a href="Kognitive_Linguistik" title="Kognitive Linguistik">kognitiven Linguistik</a> und zur Sprachwandeltheorie von <a href="Rudi_Keller" title="Rudi Keller">Rudi Keller</a> aufweisen, wie die folgenden Zitate belegen:
</p>
<table class="wikitable center">
<tbody><tr>
<th style="width:50%">Sprachwandel nach Hermann Paul</th>
<th>Sprachwandel nach Rudi Keller
</th></tr>
<tr>
<td>„Jede Veränderung des Sprachusus ist ein Produkt aus den spontanen Trieben der einzelnen Individuen einerseits und den geschilderten Verkehrsverhältnissen anderseits. Ist ein spontaner Trieb gleichmässig über ein ganzes Sprachgebiet bei einer Majorität verbreitet, so wird er sich auch rasch durchsetzen.“<sup id="cite_ref-Sprachgeschichte_1880_6-1" class="reference"><a href="#cite_note-Sprachgeschichte_1880-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</td>
<td>„Unsere alltäglichen zufälligen Regelverletzungen lassen keine Spuren in der Sprache zurück. Nur für die systematischen Regelverletzungen gilt, dass sie die neuen Regeln von morgen sind. Was aber erzeugt die Systematizität unserer Regelverstöße? Die Antwort lautet: Wir handeln – ohne dass uns dies bewusst ist – nach bestimmten Strategien bzw. Maximen.“<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</td></tr></tbody></table>
<table class="wikitable center">
<tbody><tr>
<th style="width:50%">Sprachorganismus</th>
<th style="width:50%">Kognitive Linguistik
</th></tr>
<tr>
<td>„Es ist ebenso bedeutsam als selbstverständlich, dass dieser Organismus von Vorstellungsgruppen sich bei jedem Individuum in stetiger Veränderung befindet. Erstlich verliert jedes einzelne Moment, welches keine Kräftigung durch Erneuerung des Eindruckes oder durch Wiedereinführung in das Bewusstsein empfängt, fort und fort an Stärke. Zweitens wird durch jede Tätigkeit des Sprechens, Hörens oder Denkens etwas Neues hinzugefügt.“<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></td>
<td>„Wenn wir zum Beispiel einen Satz immer wieder hören, werden diejenigen <a href="Neuron" class="mw-redirect" title="Neuron">neuronalen Schaltkreise</a>, die seine Bedeutung »errechnen«, entsprechend häufig aktiviert. Und indem <a href="Nervenzelle" title="Nervenzelle">Neuronen</a> immer wieder in diesen <a href="Neuronaler_Schaltkreis" title="Neuronaler Schaltkreis">Schaltkreisen</a> feuern, werden die <a href="Synapse" title="Synapse">Synapsen</a> stärker, und die Schaltkreise verfestigen sich.“<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</td></tr></tbody></table>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Unsichtbare_Hand">Unsichtbare Hand</h3></div>
<p>Sprachwandel wird als Ergebnis des Wirkens einer <a href="Unsichtbare_Hand" title="Unsichtbare Hand">unsichtbaren Hand</a> gesehen. Wichtigster Vertreter dieser Theorie ist <a href="Rudi_Keller" title="Rudi Keller">Rudi Keller</a> von der Universität Düsseldorf. Der Sprachwandel wird hier weder als <a href="Naturph%C3%A4nomen" class="mw-redirect" title="Naturphänomen">Naturphänomen</a> noch als Artefakt verstanden, sondern entsteht aus den Einzelhandlungen der Individuen als ungewollte und ungeplante Struktur. Aus verschiedenen Intentionen bilden sich sogenannte <a href="Maxime" title="Maxime">Maximen</a> (Verständlichkeitsmaxime, Auffälligkeitsmaxime, Anpassungsmaxime, Höflichkeitsmaxime, Ökonomiemaxime); je nach Ziel des Sprechers verändert sich seine Wortwahl und sein Sprachgebrauch. Unkoordiniertes Verhalten führt zu einer koordinierten Struktur als einer Quasi-Koordination. Sprache als <a href="Spontane_Ordnung" title="Spontane Ordnung">spontane Ordnung</a> ist dabei ein Effekt des Wirkens der unsichtbaren Hand. Sprache und Sprachwandel sind nach Keller ein <a href="Unsichtbare_Hand" title="Unsichtbare Hand">Phänomen der dritten Art</a>, also weder vom Menschen gemacht (Artefakt) noch ein Naturphänomen, dagegen die kausale Konsequenz (Makroebene) einer Vielzahl individueller, intentionaler Handlungen (Mikroebene). Sprachwandel vollzieht sich im Einzelnen durch den Gebrauch der Sprache selbst. Keller bezieht sich zur Veranschaulichung seiner Theorie unter anderem auf das in der <a href="Bienenfabel" class="mw-redirect" title="Bienenfabel">Bienenfabel</a> vorkommende <a href="Mandeville-Paradox" title="Mandeville-Paradox">Mandeville-Paradox</a>, das negativ konnotierte und moralisch verwerfliche strikt eigenbezügliche Handlungen (<a href="Laster" title="Laster">Laster</a>) unerwartet zu einer funktionierenden und prosperierenden Gesellschaft führten.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ein Spezialfall von Sprachwandel ist der <a href="Bedeutungswandel" title="Bedeutungswandel">Bedeutungswandel</a>. Nach Rudi Keller ändern sich Wortbedeutungen durch Veränderung der Gebrauchsregeln, denn nach <a href="Ludwig_Wittgenstein" title="Ludwig Wittgenstein">Ludwig Wittgenstein</a> ist die Bedeutung eines Wortes sein regelhafter Gebrauch innerhalb eines Sprachsystems. Beim Bedeutungswandel verändern die Sprecher die Gebrauchsregeln eines Wortes (durch Wirken der unsichtbaren Hand) dadurch, dass die Sprecher einen zunächst okkasionellen Sinn so häufig erzeugen, dass in der Sprachgemeinschaft mit der Zeit ein Umlernen erfolgt. Morphologischer Wandel entsteht in der Regel durch Regelverletzungen, Bedeutungswandel als Sinnspezifizierung durch regelkonforme Spezialverwendung unter Wirken der unsichtbaren Hand.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Präferenzmodell"><span id="Pr.C3.A4ferenzmodell"></span>Präferenzmodell</h3></div>
<p>Sprachwandel ist aus dem Sprachsystem bis zu einem gewissen Grad vorhersehbar, da von Veränderungsprozessen besonders <a href="Markiertheit" title="Markiertheit">merkmalhafte</a> Elemente betroffen sind, also Unregelmäßigkeiten in der Regel dazu neigen, abgebaut zu werden. Das Neuentstehen von Unregelmäßigkeiten ergibt sich als Nebenprodukt von Regularisierungen in anderen Bereichen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Grammatikalisierungsmodell">Grammatikalisierungsmodell</h3></div>
<p>Sprachwandel wird als gerichtet angesehen, denn in der Regel werden <a href="Lexem" title="Lexem">Lexeme</a> zu grammatischen Elementen. Eine Entwicklung von <a href="Grammem" class="mw-redirect" title="Grammem">Grammemen</a> zu Lexemen ist hingegen selten oder sogar auszuschließen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Soziolinguistisches_Modell">Soziolinguistisches Modell</h3></div>
<p>Sprachwandel ist abhängig von sozialen Faktoren: Formen und Strukturen, die ein höheres Prestige haben, neigen dazu, sich im Sprachwandel durchzusetzen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Funktionsmodell_(Köhlers_Regelkreis)"><span id="Funktionsmodell_.28K.C3.B6hlers_Regelkreis.29"></span>Funktionsmodell (Köhlers Regelkreis)</h3></div>
<p>Die <a href="Linguistische_Synergetik" title="Linguistische Synergetik">linguistische Synergetik</a> ermöglicht es, den Einfluss der Bedürfnisse, die die Sprecher/Hörer an ihre Sprache stellen, und deren Auswirkung auf die Gestaltung der Sprache mathematisch zu modellieren. Das Modell sieht eine ganze Reihe solcher Bedürfnisse vor und ist offen für weitere. Neben dem Bedürfnis nach Ökonomie ist z. B. auch mit einem Bedürfnis nach Spezifikation zu rechnen, etwa, wenn Begriffe möglichst präzise definiert werden sollen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Sprachdynamiktheorie">Sprachdynamiktheorie</h3></div>
<p><a href="J%C3%BCrgen_Erich_Schmidt" title="Jürgen Erich Schmidt">Jürgen Erich Schmidt</a> und <a href="Joachim_Herrgen" title="Joachim Herrgen">Joachim Herrgen</a> unterscheiden in ihrer 2011 erschienenen Sprachdynamiktheorie zwischen drei Synchronisierungsakten, der Mikro-, Meso- und Makrosynchronisierung, nach denen sprachdynamische Prozesse ablaufen. Der Terminus der Synchronisierung ist dabei als Gegenbegriff zur linguistischen <a href="Synchronie" title="Synchronie">Synchronie</a> zu begreifen, da letztere statische Zustände beschreibt und damit einen prozessunabhängigen Sprung von Sprachzustand zu Sprachzustand voraussetzt, der der Beschreibung eines hochgradig dynamischen Systems wie Sprache insofern unangemessen ist, wie er deren zugrundeliegenden Gesetze terminologisch nicht zu beschreiben im Stande ist.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mit der Einführung des Synchronisierungsbegriffs soll insbesondere die zeitliche Dimension als konstitutiver und obligatorischer Bestandteil jedweder sprachlichen Interaktion berücksichtigt werden. Der generelle Terminus der Synchronisierung ist dabei als „Ableich von <a href="Kompetenz_(Linguistik)" title="Kompetenz (Linguistik)">Kompetenzdifferenzen</a> im <a href="Performanz_(Linguistik)" title="Performanz (Linguistik)">Performanzakt</a>“<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> zu verstehen, deren Folge eine Modifizierung oder Stabilisierung des eigenen individuellen Sprachverhaltens und -wissens innerhalb einer Kommunikationssituation bewirkt. Ausgangspunkt und erste Ebene jedes Synchronisierungsaktes ist dabei die Mikrosynchronisierung:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote lang="de" style="margin:0;">
<p>„Unter <b>Mikrosynchronisierung</b> verstehen wir punktuelle, in der Einzelinteraktion begründete Modifizierung und zugleich Stabilisierung des individuellen sprachlichen Wissens.“
</p>
</blockquote>
</div><div class="cite" style="margin:-1em 0 1em 1em;">– <span class="Person h-card">Jürgen Erich Schmidt, Joachim Herrgen</span><sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></div></div>
<p><b>Mesosynchronisierungen</b> stellen hingegen eine systematisch auftauchende Folge gleichgerichteter Synchronisierungsakte über einen längeren Zeitabschnitt innerhalb bestimmter Gruppen (<a href="Peergroup" title="Peergroup">Peergroups</a>, Ehe- und Familienleben) dar.
</p><p><b>Makrosynchronisierungen</b> sind dagegen Angleichungsprozesse über sehr lange Zeiträume zu verstehen, „mit denen Mitglieder sich an einer gemeinsamen Norm ausrichten“<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und „zwischen denen kein persönlicher Kontakt bestehen muss“.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ein Beispiel der letzten Art ist etwa in der <a href="Lutherbibel" title="Lutherbibel">Lutherbibel</a> zu finden, an der sich Millionen von Sprechern über Jahrhunderte hinweg orientierten und damit als konventionalisiertes Artefakt der Sprachnormierung langfristige Spuren in der Sprachgeschichte des Deutschen hinterließ. Ebenso die <a href="Kodifizierung" title="Kodifizierung">Kodifizierung</a> der Schriftsprache, beispielsweise ersichtlich an der jahrzehntelangen Orientierung an Wörterbüchern wie der <a href="Duden" title="Duden">Duden</a>-Orthografie, sowie die damit verbundene institutionell vorgegebene präskriptive Normierung sind Bestandteil derartiger Makrosynchronisierungen. Der kontinuierliche Prozess des Sprachwandels geschieht demgemäß in zeitlich verzögerten positiven oder negativen <a href="R%C3%BCckkopplung" title="Rückkopplung">Rückkopplungseffekten</a>, die modifizierend oder stabilisierend auf das jeweilige individuelle Sprachverhalten einwirken.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Quantifizierung">Quantifizierung</h2></div>
<p>Der Grad der lexikalischen Veränderung lässt sich <a href="Quantifizierung" title="Quantifizierung">quantifizieren</a>. So trat in der englischen Sprache eine Verschiebung von gebräuchlicheren Wörtern (z. B. Haus) hin zur Verwendung von selteneren Wörtern (z. B. Gebäude) auf, jedoch auf einer marginalen Ebene. Innerhalb von mehr als 300 Jahren verringerte sich die relative Häufigkeit von Wörtern in Stichproben englischer und amerikanischer Zeitungen nur um etwa drei Einheiten innerhalb eines möglichen theoretischen Bereichs von 208 Einheiten, d. h. etwa 1 bis 2 %.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Phänomene_des_Sprachwandels_im_Deutschen"><span id="Ph.C3.A4nomene_des_Sprachwandels_im_Deutschen"></span>Phänomene des Sprachwandels im Deutschen</h2></div>
<p>Veränderungen im <a href="Neuhochdeutsch" class="mw-redirect" title="Neuhochdeutsch">Neuhochdeutschen</a> sind zu einem großen Teil im Ausbau des Wortschatzes in Form von Aufnahmen aus anderen Sprachen (als <a href="Lehnwort" title="Lehnwort">Lehnwörter</a>, <a href="Pseudoentlehnung" title="Pseudoentlehnung">Pseudoentlehnungen</a> oder <a href="Fremdwort" title="Fremdwort">Fremdwörter</a>) zu verzeichnen. Neben sprachlichen Einflüssen vor allem aus dem Englischen, Lateinischen, Französischen und Griechischen weist das Deutsche auch Entlehnungen aus der italienischen, spanischen und portugiesischen Sprache auf sowie Prägungen aus dem <a href="Liste_deutscher_W%C3%B6rter_aus_dem_Arabischen#Begriffe_der_Wissenschaften" title="Liste deutscher Wörter aus dem Arabischen">Arabischen</a> (in Handel, Medizin, Botanik, Mathematik, Chemie und Astronomie) und aus slawischen Sprachen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Denglisch" title="Denglisch">Denglisch</a></li>
<li><a href="Lautwandel" title="Lautwandel">Lautwandel</a></li>
<li><a href="Sprachvergleich_anhand_des_Vaterunsers" title="Sprachvergleich anhand des Vaterunsers">Sprachvergleich anhand des Vaterunsers</a></li>
<li><a href="Zyklischer_Sprachwandel" title="Zyklischer Sprachwandel">Zyklischer Sprachwandel</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Sascha Bechmann: <i>Sprachwandel – Bedeutungswandel.</i> (= <a href="Uni-Taschenb%C3%BCcher" title="Uni-Taschenbücher">Uni-Taschenbücher</a> Band 4536.) A. Francke, Tübingen 2016, ISBN 978-3-8252-4536-8.</li>
<li><a href="Karl-Heinz_Best" title="Karl-Heinz Best">Karl-Heinz Best</a>: <i>Spracherwerb, Sprachwandel und Wortschatzwachstum in Texten. Zur Reichweite des Piotrowski-Gesetzes.</i> In: <i>Glottometrics.</i> 6, 2003, <span class="-print"><a href="Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke" title="Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke">ISSN</a> <span style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%221617-8351%22&key=cql">1617-8351</a></span></span>, S. 9–34.</li>
<li>Karl-Heinz Best, Jörg Kohlhase (Hrsg.): <i>Exakte Sprachwandelforschung. Theoretische Beiträge, statistische Analysen und Arbeitsberichte.</i> (= <i>Göttinger Schriften zur Sprach- und Literaturwissenschaft.</i> 2). edition herodot, Göttingen 1983, ISBN 3-88694-024-1.</li>
<li>Wolfgang Desnizza: <i>Neurowissenschaftliche Theorie des Sprachwandels. Eine interdisziplinärer Beitrag zur Theorie des Sprachwandels.</i> (= <i>Angewandte Sprachwissenschaft.</i> 7). P. Lang, Frankfurt am Main u. a. 2001, ISBN 3-631-37273-6.</li>
<li><a href="Rudi_Keller" title="Rudi Keller">Rudi Keller</a>: <i>Sprachwandel. Von der unsichtbaren Hand in der Sprache.</i> (= <i>UTB für Wissenschaft</i> – <i>Uni-Taschenbücher</i> – <i>Linguistik.</i> 1567). 3., überarbeitete und erweiterte Auflage. Francke, Tübingen u. a. 2003, ISBN 3-8252-1567-9.</li>
<li>Reinhard Köhler: <i>Zur linguistischen Synergetik. Struktur und Dynamik der Lexik.</i> (= <i>Quantitative linguistics.</i> 31). Brockmeyer, Bochum 1986, ISBN 3-88339-538-2. (Zugleich: Bochum, Ruhr-Univ., Diss., 1985)</li>
<li>George Lakoff, Elisabeth Wehling: <i>Auf leisen Sohlen ins Gehirn. Politische Sprache und ihre heimliche Macht.</i> 3. Auflage. Carl-Auer Verlag, Heidelberg 2014, ISBN 978-3-89670-695-9.</li>
<li>Damaris Nübling, <a href="Antje_Dammel" title="Antje Dammel">Antje Dammel</a>, Janet Duke, Renata Szczepaniak: <i>Historische Sprachwissenschaft des Deutschen. Eine Einführung in die Prinzipien des Sprachwandels.</i> 3. Auflage. Narr, Tübingen 2010, ISBN 978-3-8233-6615-7.</li>
<li>Nabil Osman: <i>Kleines Lexikon untergegangener Wörter. Wortuntergang seit dem Ende des 18. Jahrhunderts.</i> (= <i>Beck’sche Reihe.</i> 487). 11., unveränderte Auflage. Beck, München 1999, ISBN 3-406-45997-8.</li>
<li><a href="Hermann_Paul_(Germanist)" title="Hermann Paul (Germanist)">Hermann Paul</a>: <i>Prinzipien der Sprachgeschichte</i>. Niemeyer, Halle 1880. <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.projekt-gutenberg.org/paulh/prinzip/prinzip.html">(Text im Projekt Gutenberg)</a></li>
<li><a href="Peter_von_Polenz" title="Peter von Polenz">Peter von Polenz</a>: <i>Deutsche Sprachgeschichte vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart</i>. Band 1: <i>Einführung. Grundbegriffe. Deutsch in der frühbürgerlichen Zeit.</i> (= <i>Sammlung Göschen.</i> 2237). De Gruyter, Berlin u. a. York 1991, ISBN 3-11-012458-0. (Auch: 2., überarbeitete und ergänzte Auflage. ebenda 2000, ISBN 3-11-016478-7, (<i>De-Gruyter-Studienbuch</i>)).</li>
<li>Gerold Schmidt: <i>Sprachwandel und Sprachneubildung durch die Vereinigung Europas.</i> In: <i>Muttersprache.</i> 84, 1974, <span class="-print"><a href="Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke" title="Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke">ISSN</a> <span style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%220027-514X%22&key=cql">0027-514X</a></span></span>, S. 409–419.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Sprachwandel" class="extiw external" title="wikt:Sprachwandel">Wiktionary: Sprachwandel</a></b> – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.germanistik.hhu.de/abteilungen/germanistik-i-germanistische-sprachwissenschaft/lehrstuhl-univ-prof-dr-dietrich-busse/unser-team/prof-dr-rudi-keller.html">Website von Rudi Keller</a> Herunterladbare Aufsätze zu Bedeutungs- und Sprachwandel</li>
<li>Rudi Keller: <i>Sprachwandel. BDÜ 2000: Faszination Sprache – Herausforderung Übersetzung.</i> 2004. Online abrufbar unter: <a rel="nofollow" class="external free" href="http://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/uploads/media/Sprachverfall.pdf">http://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/uploads/media/Sprachverfall.pdf</a> (Stand: 11. Juni 2016)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.christianlehmann.eu/ling/wandel/index.html">Christian Lehmann, Seminar zum Sprachwandel</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://wwwuser.gwdg.de/~kbest">Bibliographien und weitere Informationen zum Göttinger <i>Projekt Quantitative Linguistik</i></a></li>
<li>Wolfgang Wildgen: <i>Sprachevolution und Sprachwandel</i>. Bremen 2004 <a rel="nofollow" class="external free" href="http://www.fb10.uni-bremen.de/homepages/wildgen/pdf/sprachevolution_und_sprachwandel.pdf">http://www.fb10.uni-bremen.de/homepages/wildgen/pdf/sprachevolution_und_sprachwandel.pdf</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
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</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. <a href="Konrad_K%C3%B6rner_(Sprachwissenschaftler)" title="Konrad Körner (Sprachwissenschaftler)">Konrad Körner</a>: <i>Linguistics and evolution theory (Three essays by <a href="August_Schleicher" title="August Schleicher">August Schleicher</a>, <a href="Ernst_Haeckel" title="Ernst Haeckel">Ernst Haeckel</a> and <a href="Wilhelm_Heinrich_Immanuel_Bleek" class="mw-redirect" title="Wilhelm Heinrich Immanuel Bleek">Wilhelm Bleek</a>)</i>. John Benjamins, Amsterdam/Philadelphia 1983.</span>
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<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Prinzipien der Sprachgeschichte: Allgemeines über das Wesen der Sprachentwickelung.</i> 1880, S. 25.</span>
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<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Sprachdynamik: Eine Einführung in die moderne Regionalsprachenforschung.</i> 2011, S. 32.</span>
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<li id="cite_note-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-18">↑</a></span> <span class="reference-text">Sven Form: <cite style="font-style:italic">Reaching Wuthering Heights with Brave New Words: The Influence of Originality of Words on the Success of Outstanding Best-Sellers</cite>. In: <cite style="font-style:italic">The Journal of Creative Behavior</cite>. 30. Januar 2018, <a href="Digital_Object_Identifier" title="Digital Object Identifier">doi</a>:<span class="uri-handle" style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://doi.org/10.1002/jocb.230">10.1002/jocb.230</a></span> (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://doi.wiley.com/10.1002/jocb.230">wiley.com</a> [abgerufen am 20. Juli 2019]).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Sprachwandel&rft.atitle=Reaching+Wuthering+Heights+with+Brave+New+Words%3A+The+Influence+of+Originality+of+Words+on+the+Success+of+Outstanding+Best-Sellers&rft.au=Sven+Form&rft.btitle=The+Journal+of+Creative+Behavior&rft.date=2018-01-30&rft.doi=10.1002%2Fjocb.230&rft.genre=book" style="display:none"> </span></span>
</li>
</ol>
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Normdaten (Sachbegriff): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/4056508-7">4056508-7</a></span> | <a href="Library_of_Congress_Control_Number" title="Library of Congress Control Number">LCCN</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://id.loc.gov/authorities/sh85077214">sh85077214</a></span> </div>
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